Mein Samstag beginnt am Hafen
Ein Samstag in Sanremo beginnt für mich nicht mit hektischem Einkaufen, sondern ganz entspannt am Hafen. Nachdem ich mein Auto auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt habe, führt mich mein erster Weg zum kleinen Fischerhafen.
Dort bestelle ich einen Cappuccino und ein Croissant und genieße erst einmal die Aussicht: die Boote, die historische Kulisse und das geschäftige Treiben am Wasser. Dieser ruhige Einstieg gehört für mich genauso zum Markttag wie der Markt selbst.
Erst den Tisch reservieren, dann zum Markt
Bevor ich mich auf den Weg zur Markthalle mache, reserviere ich im Restaurant Flipper einen Tisch für die Mittagszeit. Wer dort essen möchte, sollte aus meiner Sicht unbedingt rechtzeitig reservieren. Ohne Reservierung kann es zu langen Wartezeiten kommen – oder man bekommt im ungünstigsten Fall gar keinen Tisch.
Das wäre ausgesprochen schade, denn für mich gehört das Flipper zu den besten Adressen für einen gelungenen Tag in Sanremo. Die offizielle Website mit den aktuellen Kontaktdaten ist direkt in diesem Beitrag verlinkt.
Der Samstagsmarkt rund um die Markthalle
Der große Markt findet rund um den Mercato Annonario statt. Der offizielle Marktplan der Stadt weist den ambulanten Markt am Samstagvormittag an der Piazza Eroi Sanremesi aus; die Markthalle selbst ist ebenfalls geöffnet. Da sich Zeiten an Feiertagen ändern können, prüfe ich sie vor der Fahrt noch einmal aktuell.
Auf dem Markt gibt es fast alles, was das Herz begehrt. Ich nehme mir dafür gute eineinhalb bis zwei Stunden Zeit. So kann ich in Ruhe schauen, vergleichen und die besondere Mischung aus Einheimischen, Besuchern und Händlern genießen.
- Lebensmittel und regionale Spezialitäten
- Blumen und Pflanzen
- Lederwaren, Handtaschen und Schmuck
- Kleidung für unterschiedliche Stilrichtungen und Budgets
- Handyhüllen, Accessoires und praktische Alltagsartikel
- Dazwischen immer wieder fliegende Händler
Durch die Innenstadt bis zum Casino
Nach dem Markt nehme ich mir Zeit für die Innenstadt. Besonders gern gehe ich durch die lange Einkaufsstraße, die ungefähr vom Busbahnhof bis zum berühmten Casino führt. Die weitgehend als Fußgängerzone angelegte Strecke wird etwa auf halber Höhe einmal von einer Straße gekreuzt.
Links und rechts reihen sich Geschäfte unterschiedlichster Art aneinander. Von kleinen Läden bis zu bekannten Marken ist für nahezu jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei. Ich lasse mich dabei bewusst treiben, statt die Innenstadt nur schnell zu durchqueren.
Mittagessen im Restaurant Flipper
Danach geht es zurück zum Restaurant Flipper. Schon während der ersten Wartezeit gibt es nach meiner Erfahrung einen Prosecco aufs Haus. Dazu werden verschiedene Brotsorten gereicht; Olivenöl und Gewürze stehen bereits auf dem Tisch. So beginnt das Mittagessen vom ersten Moment an sehr angenehm.
Ich starte gern mit einer saisonalen Vorspeise. Besonders empfehlen kann ich die gemischte Vorspeisenplatte mit mehreren kleinen Spezialitäten aus der Region. Sie ist ideal, wenn man sich nicht für ein einzelnes Gericht entscheiden möchte.
- Ravioli al burro e salvia – Ravioli mit Butter und Salbei
- Fritto misto – eine Mischung aus frittierten Meeresfrüchten
- Cozze – Muscheln in Weißwein oder ligurischer Tomatensoße
- Frischer Fisch, im Salzmantel gegart
- Frischer Fisch mit ligurischer Tomatensoße
Pigato, Vermentino oder auch einmal Chablis
Zum Essen trinke ich gern einen Pigato oder Vermentino. Gelegentlich entscheide ich mich auch für einen Chablis. Was mir an den Weinpreisen in italienischen Restaurants besonders gefällt: Der Aufschlag fällt nach meiner Erfahrung häufig deutlich moderater aus als in Deutschland.
Das ist natürlich keine feste Regel für jedes Restaurant, gehört im Flipper für mich aber zum entspannten Gesamterlebnis. Ich kann einen guten Wein zum Essen genießen, ohne dass er den Preis des gesamten Menüs dominiert.
Zwölf Desserts und ein Espresso zum Abschluss
Ein besonderer Moment ist die Auswahl der Nachspeise. Die Bedienung kommt mit einem Tablett an den Tisch, auf dem ungefähr zwölf Desserts als Muster präsentiert werden. Man muss sich die Auswahl also nicht nur anhand einer Karte vorstellen, sondern sieht direkt, was einen erwartet.
Das macht die Entscheidung zwar anschaulicher, aber nicht unbedingt leichter. Zum Abschluss gehört für mich noch ein Espresso dazu. Wenn zwischendurch Straßenmusiker italienische Stücke spielen, ist das Sanremo-Gefühl vollkommen.
Und nach dem Essen?
Nach diesem ausgiebigen Mittagessen entscheide ich spontan, wie der Tag weitergeht. Vielleicht fahre ich an den Strand, verbringe den Nachmittag am Pool oder suche mir noch ein anderes schönes Ziel in der Umgebung aus.
Genau diese Mischung macht meinen persönlichen Markttag aus: morgens ein Cappuccino am Hafen, anschließend der lebendige Markt, ein Einkaufsbummel und zum Abschluss ein langes italienisches Mittagessen. Für mich ist das kein gewöhnlicher Einkaufstag, sondern ein Stück italienische Lebensart.
- Für das Flipper rechtzeitig reservieren
- Für den Markt eineinhalb bis zwei Stunden einplanen
- Bequeme Schuhe für Markt und Innenstadt tragen
- Öffnungszeiten und Markttermine vorab prüfen
- Den Tag bewusst nicht zu eng planen
Quellen und weiterführende Informationen
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