Ein Tag, fünf sehr unterschiedliche Stationen
Diese Route verbindet für mich vieles, was einen Tag an der westlichen Riviera besonders macht: das lebendige Marktgefühl in Ventimiglia, einen praktischen Einkauf für die Urlaubswoche, ein langes französisches Mittagessen, die Welt des Parfums in Èze und zum Abschluss das besondere Flair von Monaco.
Der Ablauf ist ambitioniert, aber gut machbar, wenn ich früh starte und mich nicht an jeder Station unter Zeitdruck setze. Mein Tipp ist deshalb, den Freitag als ganzen Ausflugstag einzuplanen und vor der Fahrt die aktuellen Öffnungszeiten, Reservierungen und Verkehrshinweise zu prüfen.
1. Freitagsmarkt in Ventimiglia
Mein Tag beginnt auf dem großen Freitagsmarkt in Ventimiglia. Rund um die Marktstände gibt es Kleidung, Lederwaren, Taschen, Schuhe, Haushaltsartikel und viele weitere Dinge zu entdecken. Für mich gehört auch ein Blick auf Lebensmittel und regionale Produkte dazu.
Der offizielle Marktauftritt nennt Freitag ab 7 Uhr als Markttag. Ich komme möglichst früh, denn später werden Markt, Straßen und Parkplätze deutlich voller. Für einen entspannten Rundgang plane ich ungefähr zwei Stunden ein und behalte Wertsachen im Gedränge gut im Blick.
- Früh anreisen und genügend Zeit für die Parkplatzsuche einplanen
- Bequeme Schuhe und eine leichte Tasche mitnehmen
- Bei Lebensmitteln auf eine kühle Aufbewahrung im Auto achten
- Marktzeiten vor der Anfahrt noch einmal kontrollieren
2. Einkauf im Conad City in Latte
Nach dem Markt fahre ich weiter in den Ventimiglia-Ortsteil Latte. Im Conad City an der Corso Nizza kann ich den Einkauf für die nächste Urlaubswoche erledigen – von Wasser, Obst und frischen Lebensmitteln bis zu italienischen Spezialitäten.
Je nach Sortiment schaue ich nach einem Grappa von Poli, Limoncello oder anderen Mitbringseln. Die konkrete Verfügbarkeit kann sich natürlich ändern. Bei sommerlichen Temperaturen nehme ich für empfindliche Einkäufe eine Kühltasche mit, denn vor dem Abend folgen noch mehrere Stunden unterwegs.
3. Monaco von oben und Mittagessen in La Turbie
Von Latte geht es über die Grenze in Richtung La Turbie. Bevor ich zum Essen fahre, gönne ich mir einen Aussichtsstopp oberhalb von Monaco. Von der Gegend rund um La Turbie und die Tête de Chien wirkt das Fürstentum mit Hafen, Hochhäusern und Mittelmeer fast wie eine Miniaturlandschaft.
Danach esse ich im Café de la Fontaine in La Turbie zu Mittag. Das Restaurant liegt mitten im Ort und ist für mich eine schöne Adresse für eine genussvolle Pause. Weil Öffnungszeiten und Ruhetag wichtig sind und gute Tische schnell vergeben sein können, reserviere ich vorher.
Nach dem Essen nehme ich in der benachbarten Bäckerei gern noch ein Baguette für später mit. Es ist nur eine Kleinigkeit, gehört für mich aber genau zu diesem französischen Abschnitt des Tages.
4. Parfum und Handwerk bei Fragonard in Èze
Die nächste Station ist die Fragonard-Fabrik in Èze. Dort kann ich Parfum einkaufen oder mir bei einer Führung ansehen, wie Duftkompositionen entstehen. Fragonard bietet nach eigenen Angaben kostenlose Führungen durch die Fabrik an; Einzelbesucher benötigen derzeit keine Reservierung.
Ich plane trotzdem genügend Zeit ein, denn neben der Führung macht auch das Ausprobieren der Düfte Spaß. Wer zusätzlich das Bergdorf Èze besichtigen möchte, sollte den Tagesplan großzügiger gestalten oder eine andere Station verkürzen.
5. Monaco ohne unnötigen Parkstress
Zum Abschluss fahre ich nach Monaco und parke im Parking des Salines gegenüber dem Jardin Exotique. Von dort komme ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter in Richtung Hafen. Mein persönliches Highlight ist der Bateau Bus, der Port Hercule in wenigen Minuten überquert.
Auf der anderen Hafenseite entscheide ich spontan: Entweder gehe ich zu Fuß in Richtung Casino und genieße Monte-Carlo, die Architektur und das Treiben – oder ich steige in den Hop-on-Hop-off-Bus von Monaco Le Grand Tour. Der Rundkurs mit mehreren Haltestellen ist praktisch, wenn ich noch möglichst viel vom Fürstentum sehen möchte, ohne ständig das Auto umzusetzen.
- Parking des Salines als Ausgangspunkt prüfen
- Mit Bus und Bateau Bus durch Monaco bewegen
- Zu Fuß zum Casino, wenn Atmosphäre wichtiger als Vollständigkeit ist
- Hop-on-Hop-off-Bus wählen, wenn eine kompakte Stadtrunde gewünscht ist
Mein möglicher Zeitplan
Damit der Tag nicht in Hektik endet, starte ich früh. Die Zeiten sind bewusst nur eine Orientierung und hängen von Verkehr, Parkplatzsuche und davon ab, wie lange ich an den einzelnen Stationen bleiben möchte.
- 7:30–9:30 Uhr: Markt in Ventimiglia
- 9:45–10:30 Uhr: Einkauf in Latte
- 11:15–11:45 Uhr: Aussicht auf Monaco
- 12:00–14:00 Uhr: Mittagessen in La Turbie und Baguette holen
- 14:45–16:00 Uhr: Fragonard in Èze
- ab etwa 16:30 Uhr: Monaco mit Hafen, Casino oder Stadtrundfahrt
Fazit: Riviera, Frankreich und Monaco an einem Tag
Ich mag diese Route, weil jede Station einen eigenen Charakter hat. Der Markt ist lebendig und bodenständig, La Turbie genussvoll und entspannt, Èze duftet nach Parfum und Monaco liefert zum Abschluss die große Kulisse.
Wer lieber langsam reist, kann Èze oder Monaco ohne Weiteres auf einen zweiten Tag legen. In der vollständigen Variante ist es für mich ein abwechslungsreicher Freitagsausflug, der Einkauf, Genuss und Sehenswürdigkeiten sehr schön verbindet.
Quellen und weiterführende Informationen
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